Jennifer Rosin vom Landesschüler:innenausschuss Berlin und Robert Rauh, Lehrer für Geschichte, Politik und Deutsch vertreten in dieser Frage sehr unterschiedliche Positionen.
Ausgangspunkt der Episode war ein offener Brief eines großen zivilgesellschaftlichen Bündnisses, der im Frühjahr forderte, die AfD generell von Debatten in den Berliner Schulen fernzuhalten.
„Podiumsdiskussionen mit Politiker*innen sind ein guter Weg zur demokratischen Debatte und Meinungsbildung. Wenn allerdings Vertreter*innen der bundesweit als gesichert rechtsextrem eingestuften AfD in den Schulen eine Bühne bekommen, gefährdet dies den schulischen Schutz- und Bildungsauftrag“. Felicia Kompio, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
Ich wollte wissen: Ist ein pauschaler Ausschluss der richtige Weg,oder braucht es gerade in der Schule den Streit mit demokratiefeindlichen Positionen?
Jennifer Rosin argumentiert, dass Schule ein Schutzraum sein muss und man extremistischen Parteien keine Bühne bieten sollte. Robert Rauh hält dagegen: wer nicht verboten ist und demokratisch gewählt wurde, gehört gerade bei Podiumsdiskussionen zur Wahl eingeladen, sonst spielt man der AfD nur ihre Opferrolle zu.
Wir sind tiefer eingestiegen: in den Beutelsbacher Konsens, die Frage nach der Belastbarkeit von Schüler:innen mit Migrationshintergrund, die Rolle der „Brandmauer“ und am Ende auch in die Frage, ob es uns als Gesellschaft vielleicht weniger an Argumenten, sondern eher an Empathie fehlt.
Danke für das Gespräch.
Anmerkung: das Gespräch wurde im Frühsommer 2026 aufgezeichnet.
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