Kurz vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl habe ich mir bei Anne Luther, Referentin Schulbezogene Jugendhilfe, und Thomas Kasper, Referent Hilfen zur Erziehung und Kinderschutz beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin Antworten geholt. Wir sprachen darüber, warum zwischen dem, was Kindern und Familien gesetzlich zusteht, und dem, was bei ihnen tatsächlich ankommt, eine riesige Lücke klafft.

Wir sprachen über die fast 1.000 Berliner Schülerinnen und Schüler, die nicht kontinuierlich beschult werden, über monatelange Diagnose- und Antragsverfahren, die Familien an ihre Grenzen bringen, und darüber, wie die Zusammenarbeit zwischen Jugendämter und freien Trägern gestärkt werden kann.

Es geht um junge Volljährige, die mit 18 plötzlich auf sich allein gestellt sind, um Kinder- und Familienarmut, um die Forderung nach mindestens zwei Sozialarbeiter:innen pro Schule und die Frage, warum Themen wie Bildung trotz PISA-Schock so selten wahlentscheidend sind.

Am Ende ziehen wir Bilanz dieser Legislaturperiode und sprechen darüber, was sich für 2026 bis 2031 ändern müsste, damit nicht länger der Wohnort darüber entscheidet, welche Hilfe ein Kind bekommt.

Vielen Dank für das Gespräch!

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Shownotes:

Episode 110: „Was bedeutet die Einführung des Ganztagsanspruchs in Schulen für den Kinderschutz, Bettina Stobbe?“

 


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