…dann ist wieder die Saison der Schulbescheide und viele Berliner Kinder und ihre Familien erfahren, ob man künftig durch die halbe oder die ganze Stadt fahren muss, oder das Glück hat, im Kiez bleiben zu können. An diesem Mittwoch wurden von den Schulämtern die Bescheide für die weiterführenden Schulen verschickt und nach und nach landen sie in den Briefkästen der Familien. Was tun, wenn’s mit der Wunschschule nicht geklappt hat?

Hierauf hat Rechtsanwältin Cornelia Liedtke Antworten und die verriet sie mir neben vielem Anderen im Interview

„Elternrechte müssen echte Konsequenzen haben.“.


Außerdem… 

  1. Was jetzt ansteht: Die Bilanzierung der Schulplatzversorgung

  2. Veranstaltungshinweise

  3. Lesetipp: Neue Jugendstudie der Vodafone-Stiftung mit einer Einordnung von Kinder- und Jugendpsychotherapeut Prof. Dr. Julian Schmitz.

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1. Was jetzt ansteht: die Bilanzierung der Schulplatzversorgung von Klassse 6 zu 7.

Ein animierter Pinguin im Comic-Stil macht die 6-7-Geste

Laut Bildungssenatorin Günther-Wünsch (CDU) waren in diesem Jahr rund 29.000 Schülerinnen und Schüler mit Plätzen an weiterführenden Schulen zu versorgen. 86% der Jugendlichen erhielten einen Platz an ihrer Erstwunschschule, etwa 5% erhielten einen Platz an ihrer Zweit- oder Drittwunschschule und rund 2.800 Jugendliche wurden einer Schule mit Unternachfrage zugewiesen. Für diese letzteren rund 9% konnten weder Erst-, noch Zweit-, noch Drittwunsch erfüllt werden.

Besonders prekär war die Lage auch in diesem Jahr in Pankow und Treptow-Köpenick. In beiden Bezirken konnte für jeweils rund 200 Kinder kein Platz innerhalb des Bezirks gefunden werden, so dass diese in andere Bezirke ausweichen müssen.

Wie groß die Wanderungsbewegungen konkret sind und in welche Bezirke, wird sich in den kommenden Wochen zeigen, wenn Senat und Bezirke die genaueren Zahlen veröffentlichen.

Auffällig im Jahresvergleich: in Pankow ist die Quote der Jugendlichen, die in andere Bezirke ausweichen müssen, in diesem Jahr etwa halbiert worden. Das ist eine erfreuliche Nachricht, jedoch bleibt die Analyse abzuwarten, woran das liegt.

Neue weiterführende Schulen wurden in Pankow diesem Jahr nicht eröffnet und die Schüler:innenzahl hat sich auch nicht signifikant verändert. Auffällig ist, dass viele Schülerinnen und Schüler gar nicht erst einen Erst-, Zweit-, oder Drittwunsch im Bezirk angemeldet haben, sich also direkt an Schulen in anderen Bezirken angemeldet haben.

Und: an bestehenden Pankower Schulen wurden, wie aus Schulleitungskreisen zu vernehmen ist, zum kommenden Jahr kurzfristig weitere Klassen aufgemacht, was die Raumnot noch erhöhen und die Schulqualität verschlechtern dürfte.

Ich bin gespannt auf die genaueren Zahlen und werde hier berichten.

 


2. Veranstaltungshinweise

 

Familientag »Familie stärken« – Eselwanderung nach Bad Belzig

Freitag, 10. Juli 2026 · 10:00–18:00 Uhr. Der Treffpunkt wird nach Anmeldung mitgeteilt. Kostenfrei und Verpflegung inklusive.

Ein Tag raus aus der Stadt, mit Eseln, Natur und Zeit füreinander:

Bei einer gemütlichen Rundwanderung in Bad Belzig pflegen und führen Familien die Tiere, genießen ausgedehnte Pausen und die frische Luft. Begleitet wird die etwa 4–5-stündige Wanderung von einem erfahrenen Fachteam aus der Familien- und Jugendarbeit sowie einem Eselführer.

Das Angebot richtet sich an Familien mit mindestens einem Kind zwischen 6 und 18 Jahren und ist komplett kostenfrei, damit alle mitmachen können.

Bitte mitbringen: festes Schuhwerk, Sonnenschutz (Creme, Kopfbedeckung) und regenfeste Kleidung.

Anmeldeschluss: 26. Juni 2026

Anmelden unter: anmeldung@berlin-suchtpraevention.de oder Anmeldeformular herunterladen.

Veranstalter: Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin · Chausseestraße 128/129, 10115 Berlin


Podiumsdiskussion mit Spitzenkandidierenden der Berliner Politik für die kommende Berlin-Wahl

Dienstag, 16. Juni 2026, 18:00 bis 20:00 Uhr, Ort: Max-Taut-Schule, Fischerstraße 36, 10317 Berlin-Lichtenberg

Gemeinsam mit dem “Berliner Bildungsbündnis Schule” lädt der Landeselternausschuss Schule zu einer Podiumsdiskussion mit Spitzenkandidierenden der Berliner Politik für die kommende Berlin-Wahl. Im Fokus stehen die zentralen bildungspolitischen Vorhaben und die Forderungen des Bündnisses https://bildungsbuendnis.org/forderungen/).

Es diskutieren:


3. Lesetipp:

 

Die Vodafone-Stiftung hat ihre neue Jugendstudie veröffentlicht. Prof. Dr. Julian Schmitz, Kinder- und Jugendpsychotherapeut hierzu gegenüber dem Deutschen Schulportal:

„Jugendliche nennen Schulstress und Leistungsdruck sehr häufig als Gründe für psychische Belastung. In der neuen Jugendstudie der Vodafone Stiftung zählen sie zu den größten psychischen Belastungsfaktoren. Sie haben mit Strukturen zu tun, die an Schulen lange gewachsen sind, zum Beispiel mit der starken Orientierung an Noten, dem Prüfungsdruck, Selektionsentscheidungen, wenig Mitbestimmung und manchmal auch mit der geringen Passung zwischen dem, was im Unterricht gelernt wird, und dem, was später geprüft wird.“

Zum Artikel


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Viele Grüße,

Marco Fechner

Beitragsfoto: Marco Fechner / OpenAi