Wer bin ich, wenn ja wie viele und was mache ich hier eigentlich…?

 

Treffen sich ein Aktivist, ein journalistisch Arbeitender und ein Ehrenamtler. Er brüht sich einen Kaffee. Ein Versuch der Rollenklärung und Transparenz.

 

Dass Menschen, die in der Berliner Bildungslandschaft unterwegs sind, verschiedene Aufgaben haben und Rollen wahrnehmen und damit auch Rollenkonflikte in sich tragen, ist weniger ungewöhnlich, als vielmehr die Regel.

 

Allein schon in der Elternvertretung gibt es durch die „Wahlhierarchie“ diverse Rollenkonflikte. In der Schule ist man seiner Schule verpflichtet, im Bezirkselternausschuss vertritt man zwar seine Schule, soll aber gesamtbezirklich denken. Das Gleiche bei einer Mitwirkung auf der Landesebene, oder in den vielen weiteren Gremien der Elternmitwirkung auf Schul-, oder Bezirksebene. Diese „Ämterhäufung“ bringt Synergien und Praxisbezug, aber eben auch Rollenkonflikte.

 

Viele Ehrenamtliche im Bildungswesen haben zudem eine berufliche Tätigkeit irgendwo im Bildungswesen, sei es in Schulen, Kitas, oder bei freien Bildungsträgern und auch da müssen potentielle Rollenkonflikte erkannt, besprochen und gemanagt werden. Hinzu kommt eine Vielzahl von Bildungs-Ehrenamtlichen, die beispielsweise in Bezirksverordnetenversammlungen, Parteien, oder Verbänden aktiv sind und für sich die Frage der Abgrenzung und der Synergien nochmal anders beantworten müssen.

 

Und dann gibt es den Betreiber dieses Blogs, also mich, der zudem noch publizistisch als Blogger und Podcaster unterwegs ist und mit den verschiedensten Bildungsakteur:innen öffentlich ins Gespräch und in die inhaltliche Auseinandersetzung geht. Es ist der Rollenkonflikt zwischen journalistischem Arbeiten (das auf Öffentlichkeit, Aufklärung und Transparenz zielt), Gremienmitwirkung (die in der Regel nicht-öffentlich stattfindet und auch vertraulich stattfinden können muss) und Parteilichkeit, die auf ein konkretes Ziel hinwirkt und die von manchen auch als „Aktivismus“ bezeichnet wird. Nicht selten kläre ich vor dem Beginn eines Gesprächs mit anderen Akteuren der „Berliner Bildung“, in welcher Rolle „ich heute da bin“.

 

In diesem „Todesdreieck“ (Publizistisches Arbeiten, Gremienarbeit, Aktivismus) kann man sich komplett neutralisieren lassen, oder gut arbeiten, sich in dabei aber in eine dauerhafte Identitätskrise begeben.

 

Die Frage nach meiner Verortung habe ich lange beantwortet mit „Zwischen allen Stühlen und manchmal auf allen gleichzeitig“. Das trifft es irgendwie auch und das ist auch gut, wenn man was bewegen will, aber es macht auch Fragen auf, die ich allein schon aus Gründen der Glaubwürdigkeit mir selbst gegenüber immer wieder zu beantworten habe.

 

Und: man soll sich nicht wichtiger nehmen, als man ist, aber ich kann auch nicht mehr behaupten, dass dieser Blog und Podcast „irgendein“ Projekt ohne Relevanz wären, weshalb  ich es für geboten halte, diese Fragen auch mal hier zu beantworten. Sie bedürfen der Transparenz.

 

Wer Lust hat, das zu diskutieren, kann mir entweder eine mail schreiben (kontakt@marcofechner.de), oder auf meinen SocialMedia-Kanälen mit mir diskutieren (Bluesky, LinkedIn).

 

Was mache ich ehrenamtlich?

 

Ich bin

  • Elternvertreter, Gesamtelternvertreter und Schulkonferenzmitglied an einem Pankower Gymnasium
  • Mitglied des Bezirkselternausschusses Pankow
  • Mitglied des Bezirksschulbeirats Pankow

Ich war

  • Mitglied des Landeselternausschusses Berlin
  • Mitglied des Landesschulbeirats Berlin
  • Externes Schulkonferenzmitglied an einer Spandauer Grundschule

 

Was mache ich im Podcast?

 

  • Ich spreche mit Menschen, die im und am Bildungswesen arbeiten, sei es ehrenamtlich, beruflich, oder politisch und versuche, herauszufinden, wie das Bildungssystem verbessert werden kann.

 

Was mache ich hier auf dem Blog?

 

  • Ich bemühe mich um Einordnung aktueller bildungspolitischer Entwicklungen und Debatten, insbesondere mit Bezug zu Kitas und Schulen.

 

Beruflich

 

  • arbeite ich seit Mitte 2025 für verschiedene Berliner Hochschulen im Bereich der Studienorientierung für künftige Studierende. Hochschulpolitik und Hochschulakteur:innen sind seitdem kein Gegenstand der Berichterstattung auf diesem Blog/im Podcast mehr, oder Gegenstand meiner Ehrenämter.
  • Für den Berliner „Tagesspiegel“ schreibe ich aus der Elternperspektive seit Herbst 2025 etwa zwei Mal pro Monat eine Kolumne zu aktuellen bildungspolitischen Berliner Themen.
  • Hin und wieder verdiene ich als freiberuflicher Fotograf was dazu.

 

Meine Leitlinien hier auf dem Blog und im Podcast:

 

  • Ich sehe mich nicht als Journalist (weil ich es nicht gelernt habe und aus Respekt vor eben jenen, die das getan haben und vor der Profession selbst).
  • Gleichwohl lege ich journalistische Maßstäbe an die Veröffentlichungen hier an, insbesondere, was das Fact-Checking, das benennen von Quellen, die Unparteilichkeit und Einordnung angeht.
  • Die Parteizugehörigkeiten der politischen Gäste im Podcast sollen quantitativ ihrer Relevanz in der Berliner Bildungspolitik entsprechen und auch den Mehrheitsverteilungen im Berliner Abgeordnetenhaus Rechnung tragen. Stand 01.02.2026: CDU: 11 Besuche, SPD: 7 Besuche, Grüne: 7 Besuche, LINKE: 6 Besuche.
  • Es gibt keine Neutralität gegenüber Akteuren, die die Pressefreiheit, die Menschenwürde, oder demokratische Standards, wie die Gleichheit der Menschen untergraben. Aus diesem Grunde werden insbesondere Einzelakteure und Parteien, die der Beobachtung des Verfassungsschutzes unterstehen, auch nicht in den Podcast eingeladen und nicht für Statements im Rahmen der Berichterstattung hier auf dem Blog angefragt.
  • Ich schaue aus einer Elternperspektive auf die Themen. Wohlgemerkt: „Eine“ Elternperspektive, da es „die“ Elternperspektive nicht gibt. Insofern bin ich nicht neutral und versuche auch nicht, es vorzugeben.
  • Bei der Darstellung von Positionen politischer Akteure werden auch die Gegenpositionen beleuchtet.
  • Meinungsbeiträge werden gekennzeichnet.
  • Geschlechterparität bei den Podcastgästen ist anzustreben. Stand 01.02.2026: 111 Episoden (davon 107 bereits veröffentlicht), 70 Frauen, 71 Männer.
  • Meine ehrenamtlichen Tätigkeiten in „meinen“ Schulen finden keine begleitende Berichterstattung hier auf dem Blog.
  • Ich nehme kein Geld, oder geldwerte Vorteile für Beiträge auf diesem Blog, oder für Einladungen in den Podcast an.

 

Künstliche Intelligenz/Large language Models (LLM)

 

Nutze ich teilweise für die Vorbereitung von Recherchen und/oder die Transkription von Audiodateien. KI und LLM ersetzen aber weder das Recherchieren selbst, noch den Schreib- oder Denkprozess. Bisweilen nutze ich generative KI zur Erstellung von Vorschaubildern zu Beiträgen auf diesem Blog, dies kennzeichne ich dann aber entsprechend im Beitrag.

 

Finanzielle Transparenz:

 

Das hier ist ein Herzensprojekt mit viel Einsatz von Zeit, Liebe zur Sache und Idealismus. Ich arbeite nicht im Auftrag Dritter und finanziere meine Arbeit und diesen Blog mit Ausnahme der virtuellen „Kaffeekasse“ privat. Über die virtuelle „Kaffeekasse“ kann man mich unterstützen und mir etwas Zeit zu schenken, in der ich weitere Beiträge recherchieren und erstellen kann. 2025 reichten die Einnahmen aus der „Kaffeekasse“ für Kaffee (danke!) und einen Teil der Kosten für den technischen Betrieb der Webseite (Hosting). Einnahmen aus der „Kaffeekasse“ werden selbstverständlich versteuert.

 

 

Schön, dass Sie den Weg auf diese Webseite gefunden haben!

Beitragsfoto: © Michael Omori Kirchner

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