Reduktion.

Als ich mich neulich mal wieder durch mein Bildarchiv gewühlt habe, wurde  mir wieder bewusst, dass ich zur letzten Generation gehöre, die noch mit analogem Film groß wurde und welchen Bewusstseinsunterschied das beim Blick auf die Fotografie an sich ausmacht.

Was ist Schwarzweiss-Fotografie? Ich bin mir sicher, meine Kinder werden diese Frage vermutlich mal völlig anders beantworten, als ich und ich denke, für sie wird das mehr oder weniger lediglich eine Filteroption in der einen oder anderen App sein, für mich steckt da deutlich mehr drin:

einerseits Nostalgie (viele meiner Kindheitsfotos sind noch in Schwarzweiss; die meiner älteren Angehörigen sowieso), andererseits  ist aber auch der fotografische Zugang ein anderer, wenn Graustufen (der korrekte Begriff) die Basis und nicht eine weitere Option sind.

Ich mag die Schwarzweissfotografie, weil sie mich beim Fotografieren auf das Wesentliche reduziert: nur mein Gegenüber und das Licht. Überhaupt: Fotos werden nicht mit Kameras, sondern mit Licht gemacht; Das ist die eigentliche fotografische Aufgabe.

Der Rest sind das respektvolle Spiel mit Nähe und Abstand, die Hoffnung, den richtigen Moment zu erwischen und hoffentlich eine gute gemeinsame Zeit. So wie bei diesem kleinen Shooting in einem Berliner Café mit der Autorin Frau Kopf.

Vielen Dank nochmal!